{"id":351,"date":"2009-03-08T13:07:23","date_gmt":"2009-03-08T11:07:23","guid":{"rendered":"http:\/\/portasanitas.de\/aktuell\/?p=351"},"modified":"2009-03-17T12:32:06","modified_gmt":"2009-03-17T10:32:06","slug":"marianne-werefkin-uber-das-leben-und-die-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.portasanitas.de\/aktuell\/2009\/03\/marianne-werefkin-uber-das-leben-und-die-kunst\/","title":{"rendered":"Marianne Werefkin \u00fcber das Leben und die Kunst"},"content":{"rendered":"<p>oder <\/p>\n<p>Gedanken zur <strong><a href=\"https:\/\/www.portasanitas.de\/verzeichnis\/Anthroposophische-Medizin-id-19.html\">Anthroposophische Medizin<\/a><\/strong>, <strong><a href=\"https:\/\/www.portasanitas.de\/verzeichnis\/Geistige-Heilweisen-id-93.html\">Geistiges Heilen<\/a><\/strong> und <strong><a href=\"https:\/\/www.portasanitas.de\/verzeichnis\/PolarityTherapie-id-248.html\">Polarity<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>Zwischen 1901 und 1904 hat <strong><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3777490407?ie=UTF8&#038;tag=portasanitasd-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3777490407\">Marianne Werefkin<\/a><\/strong>, eine Malerin aus Russland, &#8222;Briefe an einen Unbekannten geschrieben. Ich fand darin wunderbare Gedanken \u00fcber die Verbindungen zwischen wirklichem Leben und seinem Niederschlag in der Kunst. Heilweisen, welche sich auf K\u00f6rper, Seele und Geist beziehen, werden Mariannes Gedanken als Anregung begreifen. Sie schreibt:<\/p>\n<p>&#8222;Jeden Tag schaffen wir die Welt neu.<br \/>\nJeden Tag f\u00e4llt uns ein Paradies aus den H\u00e4nden, um im Staube zu versinken. Durch deinen Willen aber wird sie wiedergeboren.<\/p>\n<p>Die harte Form l\u00e4sst das Leben gerinnen und h\u00e4lt die Bewegung auf. Gef\u00fchle und Gedanken sind st\u00e4ndig im Fluss.<br \/>\nUnd die Bewegung ist das Prinzip des Lebens.<!--more--><\/p>\n<p>Die Kunst\u2026 ist der Himmel \u00fcber mir und die Seele in meiner Brust. Die k\u00fcnstlerische Sch\u00f6pfung ist der einzige Horizont in der Plattheit des menschlichen Lebens.<\/p>\n<p>\u2026 Der Elan zur k\u00fcnstlerischen Sch\u00f6pfung ist immer sublim, ob er nun gelingt oder nicht. Und wenn dieser Elan sich in allen Dingen des Lebens ersp\u00fcren lie\u00dfe, dann w\u00fcrde auch das Leben sublim, und der Tod w\u00e4re nicht mehr das elende Ende, das er jetzt ist.<br \/>\nDie k\u00fcnstlerische Sch\u00f6pfung ersch\u00f6pft sich nicht im Bilder-, Musik- oder Versemachen.<br \/>\nSie ist jeder sch\u00f6pferische Gedanke, jeder Gedanke, der uns im Leben anspricht, aus einer Welt, die man nicht kennt, von Dingen, die man niemals gesehen hat.<br \/>\nDas ist wie die Strahlen, die von unsichtbaren Sternen kommen, die das Licht von einer leuchtenden Mitte bringen, die man vielleicht niemals sehen wird.<\/p>\n<p>Das Leben erreicht niemals die Erwartung der Imagination und scheint Kopie. Das Herz handelt durch das Bild.<br \/>\nDas Leben ist nur der Ausgangspunkt f\u00fcr die Wege des sch\u00f6pferischen Genies.<\/p>\n<p>Jedes echte Kunstwerk muss seinen Ursprung in der Beobachtung des Lebens haben.<br \/>\nEs ist das verwandelte Leben, die Erinnerung eines Eindrucks, der den Elan gibt.<br \/>\nDann kommen die Wahrheiten der Kunst selbst, die alle relativ sind.<br \/>\nSie geben der wirklichen Wahrheit das Kleid, machen sie zum Kunstwerk, geben ihr das Recht zum ewigen Leben.<\/p>\n<p>In jedem von uns ist die M\u00f6glichkeit zum Mehr, steckt ein Narr\u2026<br \/>\nDie Vernunft und die Gewohnheit sind gleichberechtigte Elemente in uns; wirf\u2018 sie \u00fcber Bord, und der Narr in uns ist entfesselt.<br \/>\nJede Leidenschaft nimmt etwas von der Vernunft und der Gewohnheit und setzt etwas Narrheit an ihre Stelle.<br \/>\nDie Narrheit ist in uns selbst, aber nur durch sie erreicht der Mensch die W\u00fcrde der Vernunft. Wenn der Mensch den Narren in sich erstickt, wird er nicht einmal mehr ein normales Wesen sein, er wird weniger sein als nichts, nur eine Mechanik, nur eine Routine\u2026<\/p>\n<p>Sagen, was niemals gesagt ist, ist der Grund aller k\u00fcnstlerischen Sch\u00f6pfung.\u201c<\/p>\n<p>Raffael<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>oder Gedanken zur Anthroposophische Medizin, Geistiges Heilen und Polarity. Zwischen 1901 und 1904 hat Marianne Werefkin, eine Malerin aus Russland, &#8222;Briefe an einen Unbekannten geschrieben. Ich fand darin wunderbare Gedanken \u00fcber die Verbindungen zwischen wirklichem Leben und seinem Niederschlag in der Kunst. 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