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Zurück zu den Ursprüngen: Das gute alte Bircher-Müesli

Am Samstag schlenderte ich auf dem Flohmarkt in Basel umher und fand ein wunderschönes 500-Seiten Werk über „Leben und Ernährung“ von Hedy Bircher-Rey und Dr. med. Franklin Bircher-Rey.
Ich las mich ein und war beeindruckt von den vielen interessanten Ideen, welche diese beiden Menschen zur Rohkost-Ernährung beisteuerten.
Das Buch ist aus dem Jahre 1946. Es ist erstaunlich, was damals schon alles gewusst wurde und seither einfach wieder in Vergessenheit geraten ist.
Über das echte Bircher-Müesli schreiben sie:

Das Bircher-Müesli ist eine Früchtespeise. Sein Hauptbestandteil sind 150 Gramm reife, erstklassige Früchte der Saison.
Alles andere ist Beigabe bzw. Sauce.

Die Sauce besteht aus einem Esslöffel Rahm, einem Esslöffel frisch gepresstem Zitronensaft und einem gestrichenen Esslöffel rohe Vollkorn-Haferflocken sowie aus 3 bis 9 Esslöffeln Wasser .
Die Wasserzugabe ist abhängig vom Saftgehalt der Frucht. Bei einem frischen Apfel genügen 3 Esslöffel Wasser. Bei einem gelagerten Apfel müssen es dann bis zu 9 Esslöffeln sein.
Das Müesli muss in der Endkonsistenz breiig sein.
Äpfel werden geraspelt, Beeren zerdrückt, Steinobst püriert.

Die frischen Früchte sollen unmittelbar vor dem Verzehr des Müesli zubereitet werden. Der Vitamingehalt sinkt sonst durch Oxydation mit der Luft minütlich.

Die Menge an Haferflocken sollte auf den gestrichenen Esslöffel begrenzt sein. Ansonsten wird das Müesli schwer verdaulich.

Als ich heute im Edeka nach Hafervollkornflocken suchte, musste ich mich durch ca. 20 Sorten fertige Müesli-Kreationen kämpfen: Mit Nüssen, Rosinen, Schokoraspeln etc. etc.
Seit ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich – hat alles mit dem echten Bircher-Müesli nichts zu tun.
Immerhin – ich fand nach langem Suchen Hafervollkornflocken – und sonst gar nichts.
Guten Appetit!

Raffael

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 17. Februar 2009 um 12:36 Uhr veröffentlicht.

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